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  • 21.08.2019

    Der Spielplatz-Tipp: Einstiegsfilter

    Viele Eltern und Kinder ärgern sich über die unterste Sprosse an vielen Spielgeräten. Sie erscheint ihnen zu hoch. Doch die Höhe ist ganz bewusst so geplant: Kann ein Kind diese nicht überwinden, ist es noch zu klein für die Rutsche oder das Klettergerüst. Denn Spielgeräte haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, damit sie den einzelnen Alters- und Entwicklungsstufen gerecht werden. Um zu verhindern, dass ein Kind auf ein Gerät klettert, mit dem es überfordert wäre, gibt es vorbeugende technische Vorkehrungen, die sogenannten Einstiegsfilter. Einer davon ist die unterste Sprosse, die höher als 40 cm über dem Boden liegt.

    Oben kann es heikel werden

    Nehmen wir zum Beispiel einen wackeligen Balancierbalken mit einer recht hoch angebrachten Haltemöglichkeit, dessen Erklimmen einige Klettererfahrung und beträchtliches Geschick erfordert. Könnte ein Kind unter drei Jahren ihn besteigen, hätte es, oben angekommen, keinen Halt, weil seine Arme noch zu kurz wären und ins Leere greifen würden. Eine gefährliche Angelegenheit!

    Nun gibt es aber auch jüngere Kinder, die geschickt klettern und einen Einstiegsfilter erklimmen können. Dafür benötigen sie jedoch mehr Zeit als die größeren und müssen sich stärker konzentrieren. Das wiederum lässt sie vorsichtiger vorgehen, wodurch sich eine größere Selbstsicherheitsfähigkeit entwickeln kann. Diese ist bei Kindern unter drei Jahren noch kaum ausgeprägt, das heißt, sie wissen Gefahren noch nicht richtig einzuschätzen. Daher sollte die Spielumgebung jüngerer Kinder so gestaltet sein, dass sie sich ausprobieren können, ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten. So entwickeln sie nach und nach die Fähigkeit, etwaige Risiken zu erkennen und sich selbstschützend zu verhalten.

    Die Sicherheitsvorschriften für Spielgeräte sind in den Europäischen Spielnormen geregelt. Dazu gehört auch die DIN EN 1176, mit der die Sicherheitsanforderungen an Spielplatzgeräte festgelegt sind. Die erhöhte untere Stufe ist in Deutschland jedoch nicht Pflicht, da bei uns Kinder unter drei Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen auf den Spielplatz gehen dürfen.

    Übrigens: Außer der erhöhten unteren Sprosse gibt es noch weitere Einstiegsfilter, wie etwa ein Podest oder ein Hügel mit 45-Grad-Neigung direkt unter dem Spielgerät.