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  • 10.07.2019

    Der Spielplatz-Tipp: Ein Spielplatz für alle Kinder

    Der Spielplatz ist ein Ort der Begegnung. Hier kommen Kinder aller Altersklassen zusammen, um eine angenehme Zeit voller Spiel- und Experimentierfreude zu verbringen, hier werden gemeinsame Bewegungs- und Sinneserfahrungen gemacht, die Freundschaften entstehen lassen. Diese Begegnungen sind grundlegend für die kindliche Entwicklung und sollten allen Kindern möglich sein. Damit auch Mädchen und Jungen im Rollstuhl oder mit anderen Einschränkungen daran teilhaben können, sollte ein Spielplatz bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, Angebote zu schaffen, die Kinder mit und ohne Handicap ansprechen, sie sowohl körperlich als auch geistig fördern und die unterschiedlichen Arten von Behinderung berücksichtigen.

    • Ganz allgemein gesehen sind möglichst vielfältige Anlagen gefragt, die Handlungsaktivitäten, Selbstwahrnehmung, Raumerfahrung und Orientierung anregen.
    • Ein Spielplatz muss ebenerdig zugänglich sein, darf also keine Schwellen, Treppen oder steilen Gefälle aufweisen.
    • Der gesamte Untergrund soll Stürze abdämpfen und gleichzeitig so beschaffen sein, dass darauf Rollstühle fahren können, ohne einzusinken.
    • Visuell eingeschränkte Kinder müssen sich durch Markierungen am Boden und unterschiedliche Untergründe orientieren können.
    • Zugunsten von Kindern mit psychischen Krankheiten sollten alle Bereiche offen gehalten werden, also keine Engstellen vorhanden sein.
    • Kinder mit eingeschränktem Hörvermögen finden Spiele spannend, die andere Sinne ansprechen, zum Beispiel mit Wasser, Sand und Matsch.
    • Für Kinder mit Sehbehinderung sind ebenfalls Herausforderungen an den Tastsinn reizvoll, aber auch Klangspiele, zumal sie die Orientierung auf dem Spielplatz erleichtern.
    • Kinder im Rollstuhl brauchen Wege und Spielgeräte, die sie selbstständig befahren können.

    Spielgeräte für viel Spaß und gemeinsame Herausforderungen

    • Ganz grundlegende Erfahrungen machen Kinder beim Umgang mit Sand, denn er gehört zu den am wenigsten vorgeformten Spielmaterialien und ermöglicht Kindern aller Altersstufen vielerlei Erfahrungen körperlicher, geistiger und kreativer Art. Eine Sandkiste mit unterfahrbarer Umrandung und einem Liegebrett erlaubt es Kindern im Rollstuhl, am gemeinsamen Spiel im Sand teilzuhaben.
    • Auch ein unterfahrbarer Sandspieltisch mit Seilwinde für den Transport von Sand ist interkommunikativ, da er Rolli-Fahrern das fantasievolle Spielen mit anderen Kindern ermöglicht.
    • Eine tolle Sache für Kinder mit Bewegungseinschränkung ist die Rollstuhlfahrerschaukel, denn hier können sie im Rolli sitzen bleiben. Das Spielgerät ist so konstruiert, dass es sich in einem gleichmäßigen, gedämpften und beständigen Schaukelrhythmus bewegt.
    • Auf der Partnerschaukel haben auch Kinder Spaß, die über wenig Muskelkraft in den Beinen verfügen, da ein anderes, kräftigeres Kind das Schwingen übernehmen kann.
    • Die Vogelnest-Schaukel bietet Kindern mit und ohne Einschränkungen gemeinsame motorische Erfahrungen. Sie können entscheiden, ob sie sich in das Netz hineinlegen, sitzend schaukeln, sich hinstellen oder wechselnde Positionen ausprobieren.
    • Die Wippbank eignet sich auch für ältere Kinder, die nicht mehr auf die Schaukel gehen, und für solche, die sich nur wohlfühlen, wenn sie festen Boden unter den Füßen haben.
    • Eine Federwippe mit Seitenwangen garantiert durch einen seitlichen Einstieg Wippspaß auch für Rollstuhlfahrer. Das Kind rutscht auf den Sitz der Wippe oder wird hineingehoben und die Wange anschließend geschlossen.

    • Eine weitere barrierefreie Spielmöglichkeit ist die Kombinationsrutsche mit Kletternetz. Sie ist über eine Rampe mit Handlauf auch für Rolli-Fahrer bequem zu erreichen, und der Einstieg zur Rutsche ist so konstruiert, dass ein Kind ganz einfach vom Rollstuhl umsteigen oder umgesetzt werden kann.

    • Ist ein Karussell geplant, sollte es so beschaffen sein, dass ein Rolli bei höherer Geschwindigkeit nicht herunterrollt.
    • Eine weitere Möglichkeit, behinderten Kindern mehr Zugang zum gemeinsamen Spiel zu verschaffen und damit Eigenständigkeit und Selbstvertrauen zu fördern, ist die barrierefreie Umrüstung vorhandener Spielgeräte.